Brandschutzkonzept aus einer Hand

Source: Deutsche Nachrichten
Was haben Autos, Kinderbücher und E-Zigaretten gemeinsam? Sie beinhalten mehr und mehr Akkus, besser gesagt Lithium-Ionen-Energiespeicher. Vielen Verbrauchern aber ist gar nicht bewusst, dass mit einer unsachgemäßen Entsorgung dieser Speicher große Gefahren verbunden sind. Das stellt die Entsorgungs- und Recyclingbranche vor große Herausforderungen.

Der Grund liegt in der Beschaffenheit der Lithium-Energiespeicher, die brennbare Elektrolytflüssigkeit enthalten und unter hoher Spannung stehen. Wird ein Speicher beschädigt, überladen, überhitzt oder weist er einen internen Kurzschluss auf, beginnt eine unkontrollierte chemische Reaktion, die eine extreme Hitze von bis zu 800 Grad Celsius erreicht und zu einem Brand führt. Hinzu kommt, dass dadurch auch Materialien wie Altpapier, Kunststoffe oder biogene Abfälle in Brand geraten können und Selbstentzündung, Gärprozesse oder Lagerdruck zu Schwel- und Vollbränden führen. Das Problem ist flächendeckend – täglich kommt es in Deutschland durchschnittlich zu rund 30 Bränden in Abfallbehandlungs- oder Recyclinganlagen. Die wirtschaftlichen Folgen für ein betroffenes Unternehmen können immens sein – ein Schaden in Millionenhöhe, wochenlange Betriebsunterbrechung, große Belastungen für die Umwelt. Pro Quartal wird deutschlandweit der Schaden durch derartige Brände auf 250 Millionen Euro geschätzt – Tendenz steigend.

„Vor diesem Hintergrund wird klar, dass nur ein ganzheitliches Brandschutzkon-ept, das eine intelligente Brandfrüherkennung mit individuell angepasster Löschtechnik in einem geschlossenen System vereint, einen wirklichen Schutz bringen kann“, sagt Kevin Tautenhahn, Technischer Direktor bei ZUKOS. Dabei sollten alle Komponenten – von der Detektion bis zur Reaktion – aus einer Hand stammen. Anstelle klassischer Rauchmelder wird hier auf hochauflösende Wärmebildkameras gesetzt, die kritische Temperaturentwicklungen in Echtzeit und mit hoher Präzision erfassen. „Auf diese Weise können gerade besonders gefährdete Bereiche wie Pressen, Sortieranlagen oder Lagerflächen kontinuierlich und rund um die Uhr überwacht werden“, erklärt Tautenhahn. Die erfassten Daten werden direkt an eine permanent besetzte Leitstelle übermittelt. Hier werden Temperaturverläufe und Live-Bilder analysiert und bewertet. Im Falle eines Brandes kann daher schnell, gezielt und effizient reagiert werden.

Die Ansteuerung des Löschsystems erfolgt automatisch oder halbautomatisch und wird exakt auf das jeweilige Risiko abgestimmt. So kommt je nach Bedarf ausschließlich Wasser oder eben auch Netzwasser oder Schaum zum Löscheinsatz. Kevin Tautenhahn: „Auf diese Weise ermöglicht das ZUKOS-System eine frühzeitige Erkennung potenzieller Brandherde und deren unmittelbare Bekämpfung.“

Weitere Informationen über ZUKOS unter: www.zukos.de

Zirkulär bauen, clever recyceln

Source: Deutsche Nachrichten
Doch während sich Neubauten heute bereits gut nachhaltig planen lassen, hinkt die Branche beim Gebäudebestand noch ziemlich hinterher. Im zukunftsgerechten Rückbau gibt es zwei Ansätze: Wiederverwendung von Komponenten und stoffliches Recycling. Für Inventar und Elemente des Innenausbaus entstehen in Deutschland erste Märkte, doch der entscheidende Hebel liegt in den mineralischen Baustoffen. Das Problem: Ältere Gebäude bestehen meist aus schwer trennbaren Verbundwerkstoffen, und Beton oder Porenbeton lassen sich zwar gut recyceln, doch nur bei sortenreinem Ausbau. Um das Bauen insgesamt nachhaltiger, klimafreundlicher und recycelbarer zu machen, sind bessere Rahmenbedingungen, mehr Forschung und marktfähige Lösungen gefragt, sonst bleibt die Lücke zwischen Anspruch und Realität weiter bestehen. Stephan Dringenberg, Geschäftsführer bei der Wilhelm Knepper GmbH & Co. KG, erläutert, wie stark die Branche inzwischen umdenkt und handelt – und warum Windkraftanlagen als Vorreiter für nahezu vollständige Recyclingfähigkeit gelten können. 

Herr Dringenberg, warum gilt die Baubranche als Triebfeder für Circular Economy?
Wir stehen in der Baubranche an einem Umbruch, sowohl am Anfang als auch am Ende des Lebenszyklus von Gebäuden. Gerade der Abbruch spielt hier eine Schlüsselrolle, weil wir die in Gebäuden gebundenen Materialien – die „urbane Mine“ – überhaupt erst freisetzen. Damit schaffen wir die Grundlage, Bauteile wiederzuverwenden und Kreisläufe zu schließen. Der Rückbau ist damit eine zentrale Triebfeder für zirkuläres Bauen.

Die Bauindustrie verursacht in Deutschland rund 40 Prozent der CO₂-Emissionen – von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Gebäude. Bisher liegt der Fokus auf nachhaltigen Neubauten, doch gerade der Gebäudebestand birgt großes Potenzial. Um Materialien sinnvoll wiederzuverwenden oder hochwertig, stofflich zu recyceln, sind neue Verfahren und Konzepte und auch etwas Pioniergeist nötig.

Wo sehen Sie noch ungenutztes Potenzial?
Man unterscheidet zwischen Wiederverwendung und stofflichem Recycling: Wiederverwendung hat Potenzial, scheitert aber oft an fehlender Infrastruktur und Vernetzung zwischen Anbieter und Abnehmer. Sobald Materialien zwischengelagert werden müssen, wird eine Wiederverwendung schnell unwirtschaftlich. Verschiedene Netzwerke helfen dabei, Potenziale zu dokumentieren, doch der Anteil der Wiederverwendung bleibt begrenzt. Das größte Potenzial liegt im hochwertigen Recycling von Massenstoffen wie Beton, Bauschutt, Dämmstoffen usw., idealerweise direkt auf der Baustelle mit großtechnischen, mobil einsetzbaren Lösungen. Für jeden Stoff braucht es eigene Verfahren, und die Rückbauunternehmen und das produzierende Gewerbe tragen gleichermaßen die Verantwortung, diese Stoffströme Hand in Hand zu lenken.

Was hat Windkraft mit Kreislaufwirtschaft und Recycling zu tun?
Windkraftanlagen sind ein gutes Beispiel für zirkulären Rückbau: Stahl, Maschinenbauteile, Kabel und Betonbauteile lassen sich wiederverwenden oder hochwertig recyceln. Die größte Herausforderung bleibt die Aufbereitung der Rotorblätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), die bisher nur downgecycelt werden. Mit entsprechenden Lösungen könnte eine Windkraftanlage vollständig recycelt werden, ein Potenzial, das Standardgebäude kaum erreichen.

Entgegen öffentlicher Wahrnehmung landet nur ein kleiner Teil auf Deponien; der Großteil wird bereits verwertet. Ziel ist, diese Verfahren weiter zu optimieren und noch weniger Stoffströme auf Deponien oder in der thermischen Verwertung enden zu lassen. EU-Taxonomie und Nachweispflichten für Bauherren treiben die Branche jetzt verstärkt in Richtung zirkuläres Wirtschaften.

In welchen Bereichen investiert die Knepper-Gruppe gezielt in Forschung und Entwicklung?
Wir treiben den zirkulären Rückbau aktiv voran: Gemeinsam mit Hochschulen, Ingenieuren und Partnern entwickeln wir Methoden für eine nachhaltige Demontage, investieren in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden und in moderne Maschinentechnik für hochwertige Recyclingprodukte. Ein Schwerpunkt liegt auf digitaler Gebäudeerfassung: Laserscans, Drohnen und KI erfassen Materialien präzise, bewerten künftig ihr Recyclingpotenzial automatisch und ermöglichen standardisierte, effiziente Verfahren. KI wird so zum zentralen Treiber, um Planung, Kalkulation und Wiederverwertung zu optimieren, etwa in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der RWTH Aachen.

Seit über 70 Jahren steht die Knepper Unternehmensgruppe aus Lippstadt für ganzheitliche Lösungen – von Abbruch über Recycling bis zur Schrottverwertung. Somit leistet das Unternehmen täglich einen aktiven Beitrag für nachhaltige Zukunftsgestaltung. www.knepper-gruppe.de

Der Gipfel des Erfolgs

Source: Deutsche Nachrichten
Zwei Friedensnobelpreise und jeweils drei Nobelpreise in Chemie und in Physik: Kein anderes Land hat im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Nobelpreisträger hervorgebracht als die Schweiz. Einschließlich Albert Einstein, der diese Auszeichnung 1921 erhielt. Zwar wurde das Physik-Genie in Deutschland geboren, war aber seit 1901 Schweizer Staatsbürger. Auch heute ist die Schweiz reich an klugen Köpfen, hochqualifizierten, mehrsprachigen Spezialisten und erstklassigen Forschungsinstitutionen: Dem Fokus auf Bildung, Forschung und Innovation verdankt die Schweiz einen Großteil ihres wirtschaftlichen Erfolgs. Internationale Zusammenarbeit und schneller Transfer von Know-how in Unternehmensprodukte sind ein Nährboden für neue Branchen, Geschäftsmodelle und Firmengründungen – insbesondere im Bereich der Biotechnologie, IT- und Kommunikationstechnologie sowie Cleantech.

Das inspirierende Umfeld zwischen Kompetenz, Forschung, Tradition und Zukunft macht das Land im Herzen Europas auch zu einer perfekten Kongress-Destination. Eine hervorragende Infrastruktur ermöglicht es Tagungsteilnehmenden aus der ganzen Welt, erfolgreich neue Kontakte zu knüpfen, Projektpartner zu finden, Know-how auszutauschen und Zugang zu neuen Märkten zu gewinnen. Hochmoderne Flughäfen, grenzüberschreitende, schnelle Zugverbindungen, perfekt ausgebaute Straßen und Autobahnen sowie ein umfassendes Netz von Bahn- und Buslinien machen Mobilität in der Schweiz bequem, schnell und einfach. Veranstalter von internationalen Kongressen und Tagungen mit mehr als 300 Teilnehmenden können zudem mit dem neuen SBB Kongress Billett eine Ermäßigung von bis zu 50 Prozent auf den Standardtarif für die Hin- und Rückfahrt zwischen der Schweizer Grenze oder dem Flughafen und dem Veranstaltungsort bieten.

Und nachhaltige Veranstaltungsorte gibt es in der Schweiz zuhauf – ist das Land doch eine Kongressdestination mit langer Tradition und hohem Ansehen. Von B wie Basel bis Z wie Zürich besticht fast jede Großstadt mit mindestens einer einzigarti-gen Location. Angefangen beim größten Kongresszentrum der Schweiz – dem Congress Center Basel – bis hin zur Kongress-destination Zürich, welche mit ihrem ersten Platz im Smart City Ranking 2025 auf dem Weg zur nachhaltigsten Kongressdestination der Welt ist. Tatsächlich wurden alle fünf Tagungslocations der Stadt mit dem Schweizer Nachhaltigkeitsprogramm für Tourismus – Swisstainable – ausgezeichnet. Das Programm kennzeichnet regionale umweltfreundliche und langfristig verantwortungsvoll gestaltete Tourismusmaßnahmen. Auch die beiden Berner Kongressdestinationen – BernExpo und Kursaal Bern AG – sind Swisstainable „Leading“, genauso wie das Kultur- & Kongresszentrum Luzern. Das erste klimaneutrale Kongresszentrum der Schweiz befi ndet sich dagegen in Davos und kann sich damit rühmen, Austragungsort des jährlichen World Economic Forums zu sein.

Und während das SwissTech Convention Center in Lausanne zum 7. Mal in Folge als „Best Congress Center“ ausgezeichnet wurde, heimste die erst Anfang 2025 eröff nete St. Gallen Kantonalbank Halle beim diesjährigen Swiss Location Award die Kennzeichnung „herausragend“ ein. Bei dem jährlich vergebenen Award werden die besten Locations der Schweiz in verschiedenen Kategorien gekürt – mit dem Ziel, herausragende Locations sichtbar zu machen und Qualitätsstandards zu fördern. Eines der größten Kongresszentren der Schweiz befi ndet sich übrigens in Genf. Das Geneva Palexpo liegt direkt am Flughafen aber bis zum International Conference Center (CICG) müssen Genf-Besuchende auch nicht lange fahren.

Die hervorragende Erreichbarkeit in der Kombination mit einzigartiger Natur und einer gelungenen Mischung aus Tradition, Kultur und Gastfreundschaft macht die Schweiz zu einer Destination, die zu schön ist, um nur geschäftlich dorthin zu reisen. Die beispiellose Dichte an kulturellen, städtischen und naturbezogenen Erlebnissen bietet immer einen Grund, die Geschäftsreise um ein paar Tage zu verlängern. Frühstück auf einem schneebedeckten Berggipfel, Mittagessen an einem palmengesäumten Seeufer, ein Nachmittagssnack in historischer Um-gebung und Abendessen inmitten eines Weinbergs: alles ist an einem einzigen Tag möglich. Mehr Bleisure geht nicht. Zahlreiche Ideen und Inspirationen sowie kulinarische Empfehlungen fi nden sich unter dem Motto „Fly Another Day“ auf der Website des Switzerland Convention & Incentive Bureau. Egal, ob Tagen oder Genießen: In der Schweiz treff en rei-bungslose Organisation, Spitzenqualität und echte Gastfreundschaft unübertrefflich aufeinander.

Kongresse und Meetings haben in der Schweiz eine lange, erfolgreiche Geschichte. Dank dem Switzerland Convention & Incentive Bureau (SCIB) beispielsweise. Ihre Spezialisten verfügen über die richtigen Kontakte und besitzen die nötige Portion Leidenschaft, um individuelle Lösungen für außergewöhnliche Veranstaltungen zu finden.
www.switzerland.com/meetings

Risikofaktor Baustelle: Sabotage und Spionage auf dem Vormarsch

Source: Deutsche Nachrichten
Neben den bekannten Risiken wie Diebstahl und Vandalismus wächst eine gefährliche Doppelbedrohung: gezielte Ausspähung in der Bauphase, die später in Sabotage mündet. Mutmaßlich von Drittstaaten gesteuerte oder finanzierte Akteure nutzen das Chaos offener Zugänge, provisorischer Technik und unübersichtlicher Abläufe, um Schwachstellen zu identifizieren und unauffällig Schadtechnik einzuschleusen. Die Folgen zeigen sich erst Monate oder Jahre später – dann aber mit voller Wucht: Störungen, Ausfälle oder gar Katastrophen. Betroffen sind nicht nur KRITIS, sondern auch Hidden Champions und Hightech-Unternehmen, deren Innovationskraft so strategisch untergraben wird. Baustellen werden damit zum Frontabschnitt moderner Konflikte – und erfordern Schutzmaßnahmen, die weit über klassische Absicherung hinausgehen, auch wenn Diebstahl und Vandalismus nach wie vor omnipräsente Risiken bleiben. Carsten Simons ist CEO der LivEye GmbH, einem deutschen Unternehmen, das mobile Videoüberwachungssysteme und Sicherheitslösungen zur Überwachung von Baustellen anbietet. Unerwünschte Bewegungen werden sofort registriert und gemeldet.

Herr Simons, wie kann LivEye Baustellen überwachen?
Wir setzen auf mobile Videoeinheiten, die Tag und Nacht zuverlässig überwachen. Je nach Modell decken die Systeme Distanzen von bis zu 400 Metern ab. Alle Geräte sind direkt mit unserer 24/7-Leitstelle in Deutschland verbunden. Verdächtige Bewegungen erkennt das System automatisch. Unsere geschulten Mitarbeitenden prüfen die Situation sofort live und reagieren direkt – zum Beispiel mit einer Lautsprecheransprache, einer Sirene oder durch das Einschalten von Sicherheitsdienst und Polizei. Die Technik ist schnell aufgebaut, lässt sich fl exibel mit dem Baufortschritt versetzen und kann bei Bedarf auch völlig autark betrieben werden. So entstehen wirksamer Schutz, eine lü-ckenlose Dokumentation und eine klare Beweiskette für den Ernstfall.

Rechnet sich die Investition für Ihren Service überhaupt – gibt es einen klaren ROI?
Wir schützen in drei Dimensionen: Erstens vermeiden wir Schäden durch Diebstahl, Vandalismus oder Sabotage. Zweitens sichern wir den reibungslosen Baustellenablauf, denn Verzögerungen kosten schnell ein Vielfaches. Drittens schützen wir die Reputation unserer Kund:innen: Wer Ausfälle verhindert, bewahrt Projekte und Vertrauen. Sicherheit kostet, aber Unsicherheit kostet noch viel mehr.

Was bedeutet Smart by Day von LivEye?
Smart by Day verwandelt unsere Kameras in ein echtes Management-Tool: Alle 15 Minuten entsteht ein Standbild, drei Mal täglich ein 360-Grad-Rundumblick. Kund:innen können jederzeit Zeitraff er erstellen, um Fortschritte zu analysieren. Das Lean-Modul dokumentiert Zu- und Abfahrten mit Zeitstempel und Bild, sodass Logistik, Taktung und Auslastung präzise kontrollierbar sind. Das Ergebnis ist ein digitaler Überblick, der Transparenz schaff t und Entscheidungen beschleunigt.

Wie zahlt Smart by Day auf ESG-Kriterien ein?
Smart by Day spart durch Remote-Einsicht unnötige Fahrten, was Emissionen reduziert (Environment). Digitale Transparenz erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Social). Und die rechtskonforme Dokumentation sorgt für nachvollziehbare Prozesse (Governance). So wird Sicher-heit zum Werkzeug für ESG.

Wie erleichtert das Tool die Abstimmung mit Finanz- und Versicherungspartnern sowie bei Prüf- und Mängelprozessen?
Smart by Day liefert objektive Beweise statt subjektiver Einschätzungen. Standbilder, 360-Grad-Ansichten und Zeitraff er schaff en Transparenz für Banken, Investor:innen und Versicherungen. Mängelmanagement und Due-Diligence-Prozesse werden schneller, Diskussionen entfallen. Kurz: Smart by Day beschleunigt Entscheidungen, reduziert Konflikte und stärkt Vertrauen.

Warum setzen Sie auf Reshoring bzw. Made in Germany?
Für uns ist Reshoring kein Schlagwort, sondern eine klare Strategie. Wir entwickeln, produzieren und betreiben unsere Systeme in Deutschland und behalten dadurch volle Kontrolle über Qualität, Datensicherheit und Lieferketten. Reshoring schützt vor globalen Engpässen, sichert sensible Daten und stärkt Vertrauen, Resilienz und Innovationskraft.

LivEye bietet KI-gestützte, mobile Videoüberwachung mit hoher Flexibilität und Datenschutzstandards. Die firmeneigene Software und eine 24/7 besetzte Leitstelle Leitstelle in Deutschland sichern effektiv vor Diebstahl und Vandalismus. www.liveye.com

Tagen in historischen Gemäuern

Source: Deutsche Nachrichten
Historische Fachwerkhäuser, kunstvoller Stuck, rustikaler Backstein: Architektur als sichtbar gemachte Geschichte erzählt Geschichten von Arbeit, Wandel und technischer Entwicklung. Besonders deutlich wird dies im traditionsreichen Reutlingen im Herzen Baden-Württembergs. Mit einer außergewöhnlichen Kombination aus mittelalterlichem Erbe, bürgerlicher Baukunst und industrie-historischem Charme ist die Großstadt ein lebendiges Geschichtsbuch. Eine Vielzahl der historischen Gebäude steht unter Denkmalschutz. Oft liebevoll saniert und umgenutzt als Lofts, Museen oder Eventlocations machen diese Gemäuer die Vergangenheit nicht nur erlebbar, sondern füllen sie mit neuem Leben.

So bietet Reutlingen mit einer besonderen Vielzahl außergewöhnlicher Locations die perfekte Kulisse für geschäftliche Tagungen, Seminare, Workshops, Produktpräsentationen oder Firmenfeste. Beispielsweise im Alten Gewölbekeller im Herzen der Stadt: Eingebettet im historischen Ambiente im Haus der Stukkateure besticht die Location mit einem echten Wasserlauf, der den Fluss Echaz sanft durch den Keller leitet. Eine voll ausgestattete Bar in der Fachwerkstube im Obergeschoss bietet Erquickung nach fordernden Seminaren oder Präsentationen. Auch das grundlegend renovierte Eventloft Alte Färberei liegt mitten im Stadtkern und beeindruckt mit einer gelungenen Kombi aus rustikaler Industrieromantik und modernen Akzenten. Rund 200 Personen finden in der Location Platz, in der auch Grillkurse vom Grillweltmeister angeboten werden.

Auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Gelände der Alten Weberei mit uraltem Baumbestand und idyllischen Außenanlagen bei Reutlingen finden sich Seminarräume und Eventflächen für bis zu 400 Personen. Eine gläserne Werkstatt für Oldtimer lässt Herzen von Automobilfans höherschlagen. Apropos Autos: Auf dem 26.000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Henning Schmiedetechnik, wo ab 1859 Fahrzeug- und Maschinenteile gefertigt wurden, entstand mit der Motorworld Village Metzingen eine einmalige Eventlocation. 

Ganze elf denkmalgeschützte Gebäude wurden als stilvolles Gesamtensemble revitalisiert, welches eine Steilvorlage für erfolgreiche Businessevents aller Art darstellt. Allein der imposante Schmiededom bietet bis zu 2.300 Besuchenden Platz.

Bei der Suche nach der perfekten Location unterstützt das Convention Bureau der Stadtmarketing und Tourismus Reutlingen GmbH (StaRT) mit Rat und Tat. Neben der Vermittlung konkreter Angebote und Besichtigungen vor Ort vermittelt das erfahrene wie gut vernetzte Team auch Hotelkontingente, Caterer, Eventagenturen, Keynote Speaker sowie Transfer- & Shuttle-Services. Auch professioneller Teilnehmenden-Service ist in der kostenlosen Serviceleistung inkludiert. Kreativ, leidenschaftlich und umsetzungsstark unterstützt das Convention Bureau bei der Realisation von Veranstaltungen, die in Erinnerung bleiben. Dazu gehört natürlich auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm mit Kultur und Genuss. Mit Themen- oder Stadtführungen wie einer Weinwanderung, Nachtwächter-Führung oder das Erklimmen des Tübinger Tors tauchen Besuchende tief in die Stadtgeschichte ein.

Buchbar unter: www.visitreutlingen.de/…

Kreislaufwirtschaft: Garant für europäische Ressourcensouveränität

Source: Deutsche Nachrichten
Europa ringt um Ressourcen, Resilienz und weniger Abhängigkeiten von Big Playern wie China, Russland und den USA. Offizielle Daten zeigen erste Fortschritte – vor allem in puncto Zirkularität: so lag 2022 die Recyclingquote von Verpackungen EU-weit bei rund 65 Prozent, bei Plastikverpackungen bei etwa 41 Prozent. In Deutschland meldete das Umweltbundesamt für 2023 eine werkstoffliche Recyclingquote von 68,9 Prozent bei Kunststoffverpackungen aus Haushalten. Zugleich wächst der Druck, Designs, Wiederverwendung und Rücknahme schneller zu skalieren, um EU-Vorgaben, u. a. aus dem Green Deal, zu erreichen. Die EU peilt bis 2030 rund 70 Prozent Recycling für alle Verpackungen an; bei Kunststoffen sind 55 Prozent bis 2030 vorgeschrieben. Ergänzend arbeiten Politik und Industrie an neuen Standards, digitaler Produktkennzeichnung sowie innovativen Sortiertechnologien. Auch Konsumenten spielen mit bewussteren Kaufentscheidungen und richtiger Mülltrennung eine zunehmend wichtige Rolle im Wandel. Wie die Unternehmen der Schwarz Gruppe mit diesen Herausforderungen umgehen, erläutert Florian Schütze, Geschäftsleiter Corporate Responsibility der Schwarz Corporate Affairs, am Beispiel der ganzheitlichen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources.

Herr Schütze, die Unternehmen der Schwarz Gruppe haben ihre, seit 2018 bestehende Plastikstrategie, zu einer umfassenden Kreislaufwirtschaftsstrategie weiterentwickelt. Warum war dieser Schritt notwendig – und was unterscheidet REset Resources von der Vorgängerstrategie REset Plastic?
Als weltweit tätige Handelsgruppe tragen wir große Verantwortung und haben einen starken Hebel für positive Veränderung. Kreislaufwirtschaft ist für uns kein Selbstzweck: Um langfristig handlungsfähig zu bleiben, möchten wir unsere Abhängigkeit von globalen Versorgungsengpässen reduzieren und dringend benötigte Rohstoffe im Kreislauf halten. Mit unserer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources schließen wir Wertstoffkreisläufe, sichern den Zugang zu wichtigen Rohstoffen und leisten damit einen Beitrag zur europäischen Ressourcensouveränität.

REset Resources ist die ganzheitliche Weiterentwicklung unserer bisherigen Plastikstrategie REset Plastic. Nun decken wir nicht mehr nur Kunststoff, sondern sämtliche Materialströme, unser Produkt- und Verpackungsportfolio sowie all unsere Wertschöpfungsprozesse mit konkreten Zielen ab. Sie reichen von der Gestaltung von Produkten und unserer Eigenmarkenverpackungen über die Logistik bis zur stofflichen Verwertung.

Sie haben REset Resources in fünf Handlungsfelder gegliedert: REdesign, REduce, REuse, REcollect und REcycle. Können Sie erläutern, was dahintersteckt?
Wir haben REset Resources so konzipiert, dass alle zentralen Bereiche einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft abgedeckt sind: REdesign für die kreislauffähige Gestaltung von Geschäftsmodellen, REduce zur Reduzierung des Ressourceneinsatzes und von Verschwendung, REuse zur Förderung der Wiederverwendung, REcollect, um Zugang zu Wertstoffen zu schaffen, und REcycle zur Stärkung hochwertiger Verwertungsverfahren und des Rezyklateinsatzes.

Im Bereich REdesign wollen Sie Eigenmarkenverpackungen bis 2030 maximal recyclingfähig gestalten. Was bedeutet das konkret?
REdesign bedeutet, dass wir Produkte und Verpackungen von Beginn an so konzipieren, dass sie langlebig, reparierbar und recyclingfähig sind. Bei unserem Verpackungsziel gibt es eine Herausforderung: Die genaue Berechnungslogik für „maximal recyclingfähig“ wird aktuell mit der PPWR ausdifferenziert. Bis dahin orientieren wir uns an dem deutschen Mindeststandard. Nach dieser Methodik sind die Primär-Kunststoffverpackungen der Lidl- und Kaufland-Eigenmarken im Geschäftsjahr 2024 zu circa 63 Pro-zent recyclingfähig.
Ein Beispiel für nachhaltiges Produktdesign ist die kreislauffähige Textilkollektion von Lidl. Sie wurde nach den Richtlinien des „Jeans Redesign“-Projekts der Ellen MacArthur Foundation entwickelt. Die Kleidungsstücke bestehen zu mindestens 98 Prozent aus zellulosebasierten Fasern. Alle Kleinteile wie Knöpfe sind leicht entfernbar, um die Sortierung und das Recycling zu vereinfachen. So ermöglicht das Produktdesign die spätere Kreislauffähigkeit.

Unter REduce planen Sie, den Einsatz von Neuware in Einwegverpackungen bis 2030 um 15 Prozent absolut zu senken. Wie erreichen Sie dieses Ziel, ohne Qualität oder Versorgungssi-cherheit zu gefährden?
Von 2017 bis zum Geschäftsjahr 2024 konnten wir 34 Prozent Plastik unserer Eigenmarkenprimärverpackungen und Transporthilfen aus Kunststoff einsparen. Das schaffen wir, indem wir Verpackungen weglassen, wo möglich, und so wenig Verpackungsmaterial einsetzen, wo nötig. Außerdem nutzen wir Post-Consumer-Rezyklaten (PCR). Die Qualität haben wir dabei immer im Blick: PreZero Polymers entwickelt PCR, das von akkreditierten Laboren getestet und zertifiziert wird und Produktsicherheit garantiert.
Abseits von Kunststoff setzen wir auf Naturmaterialien wie Silphie-Fasern als Alternative für Papier. Entwickelt wird die innovative Verpackung von der PreZero-Marke OutNature. So reduzieren wir den Einsatz von Neuware und schaffen neue, nachwachsende Wertstoffquellen.

Das Handlungsfeld REuse sieht vor, dass bis 2027 nahezu 100 Prozent der innerbetrieblichen Kommissionierung auf Mehrwegpaletten umgestellt wird. Wie realistisch ist dieses Ziel und was bedeutet es für Ihre Logistik?
Wie jedes unserer REset Resources Verpackungsziele ist das Ziel ambitioniert formuliert. Für die Logistik bieten Mehrwegpaletten Vorteile wie Ressourcenschonung und Effizienz: Die Kunststoff-Ladungsträger von PreTurn, einer Logistiklösung von PreZero, sind stabiler, leichter und langlebiger als herkömmliche Holzpaletten. Sie erreichen signifikant mehr Umläufe und verringern dadurch den Bedarf an Neuproduktion. Kaufland nutzt eine eigens von der Schwarz Beschaffung entwickelte Kaufland-Klapp-Palette für Transport und Kommissionierung zwischen Verteilzentren und Filialen. Diese Palette bietet ergonomische Vorteile und spart durch stabile Seitenwände jährlich min-destens 20 Prozent Verpackungsfolie.

Bei REcollect wollen Sie so viele Wertstoffe sammeln, wie Sie mit Eigenmarkenverpackungen und Handzetteln in Umlauf bringen. Wie funktioniert das in der Praxis?
Dank unseren eigenen Sammel- und Sortiersystemen sowie Trennkonzepten in Vertrieb, Logistik, Produktion und Zentralstandorten sammeln wir Wertstoffe, die massenbilanziell unseren in Verkehr gebrachten Eigenmarkenverpackungen gegenübergestellt werden. Auf unserer Road to Zero Waste feiern wir Erfolge: Im Geschäftsjahr 2024 umfasst der Anteil des gesamten Abfalls der Unternehmen der Schwarz Gruppe, der recycelt, wiederverwendet, vergärt, kompostiert oder als Tierfutter eingesetzt wird, 88,6 Prozent. Indem wir mit unserem einzigartigen Ökosystem relevante Prozessschritte entlang der Wertschöpfungskette selbst abdecken, differenzieren wir uns deutlich von unseren Marktbegleitern: So übernimmt unsere Umweltsparte PreZero umfassende Leistungen im Bereich Abfall- und Recyclingmanagement – für externe Kunden sowie innerhalb der Schwarz Gruppe. Sie bündeln die Entsorgung und Sortierung von Abfällen, die Aufbereitung sowie das Recycling verschiedenster Wertstofffraktionen unter einem Dach.

Im Handlungsfeld REcycle haben Sie sich vorgenommen, bis 2030 einen Rezyklatanteil von 65 Prozent in Eigenmarkenverpackungen zu erreichen. Schon heute besteht der Korpus Ihrer PET-Einwegflaschen in Deutschland zu 100 Prozent aus Rezyklat. Welche Wirkung hat das auf Ihre CO₂- und Kunststoffbilanz?
Sie meinen die Kreislaufflasche von Lidl und Kaufland, deren Flaschenkorpus seit 2021 zu 100 Prozent aus Rezyklat besteht. Jede neue Flasche wird von der Schwarz Produktion vollständig aus alten Flaschen geformt und ist aufgrund ihres geringen Gewichts besonders ressourcenschonend. Sämtliche Schritte des PET-Wertstoffkreislaufs werden in Deutschland abgedeckt: von der Samm-lung der Pfandflaschen über Sortierung, Recycling und Herstellung bis hin zu Abfüllung und Verkauf. So konnten wir im Vergleich zu PET-Flaschen ohne Rezyklat im Geschäftsjahr 2024 knapp 65.000 Tonnen Neuplastik und circa 109.000 Tonnen CO₂ einsparen. Auch darüber hinaus können wir Erfolge verbuchen: Im Schnitt werden 20 Prozent Rezyklat in unseren Eigenmarken-Primärverpackungen aus Kunststoff eingesetzt. Bei Bauprojekten konnten wir erhebliche Mengen an Neukunststoff einsparen – beispielsweise 489 Tonnen durch Rammschutz-Elemente aus Kunststoffrezyklat sowie 348 Tonnen mit Dachbahnen aus recycelten Folien.

Nachhaltigkeit ist auch eine ökonomische Frage. Wie stellen Sie sicher, dass REset Resources auch wirtschaftliche Vorteile bringt?
Wir sind überzeugt, dass sich Wachstum und Ressourcenschonung nicht ausschließen, sondern bedingen. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft verbindet ökologische Verantwortung mit ökonomischer Weitsicht. Unsere aktuelle Bilanz zeigt, dass wir trotz unseres Wachstums messbare Fortschritte bei der Ressourcenschonung erzielen. Zwar machen nachhaltige Entscheidungen auch höhere Investitionen erforderlich. Aber wir sind uns sicher, dass sie sich langfristig auszahlen und entscheiden uns für Kreislaufwirtschaft aus strategischen Gründen. Wir nennen das übrigens: Voraushandeln.

REset Resources – ganzheitliche Kreislaufwirtschaftsstrategie der Unternehmen der Schwarz Gruppe
• REdesign: Wir gestalten unsere Geschäftsmodelle kreislauffähig.
• REduce: Wir reduzieren den Einsatz und verhindern die Verschwendung von Ressourcen.
• REuse: Wir setzen auf Wiederverwendung.
• REcollect: Wir schaffen Zugang zu Wertstoffen.
• REcycle: Wir stärken hochwertige Verwertungs- verfahren und den Einsatz von recycelten Materialien.

Die Schwarz Gruppe ist eine international führende Handelsgruppe mit rund 14.200 Filialen, rund 595.000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von 175,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024. Zu den Unternehmen der Schwarz Gruppe gehören die Handelssparten Lidl und Kaufland, der Eigenmarken- und Verpackungsproduzent Schwarz Produktion, der Umweltdienstleister PreZero sowie die IT- und Digitalsparte Schwarz Digits. Damit decken sie den gesamten Wertschöpfungskreis ab: von der Produktion über den Handel bis hin zu Recycling und Digitalisierung. Mehr Informationen unter: www.reset-resources.schwarz

Kompostierbare Verpackungen – Schlüssel zur biologischen Kreislaufwirtschaft

Source: Deutsche Nachrichten
Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) erkennt die Europäische Union die wichtige Rolle industriell kompostierbarer Kunststoffe für eine echte, geschlossene Kreislaufwirtschaft an. Bestimmte Anwendungen, die typischerweise mit Bioabfällen entsorgt werden, müssen künftig EU-weit verpflichtend kompostierbar sein, darunter Obst- und Gemüseaufkleber, Teebeutel und Kaffeepads. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Bioabfälle sauberer zu erfassen und Mikroplastikeinträge im Kompost und in Böden zu reduzieren.

Maßgebend ist nun die Umsetzung dieser Anforderungen in den EU-Ländern. Eine Allianz aus Verbänden, darunter INAK, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, Plastics Europe Deutschland, European Bioplastics, Polykum, C.A.R.M.E.N. und das nova-Institut, setzt sich dafür ein, dass die Anforderungen an kompostierbare Verpackungen auch in Deutschland zielgerichtet und praxistauglich umgesetzt wer-den. Dazu gehört es nach Ansicht der Verbände, auch sehr leichte Kunststofftragetaschen, die als Obst- und Gemüsebeutel eingesetzt und häufig zur Sammlung von Bioabfällen verwendet werden, verpflichtend aus zertifiziert industriell kompostierbarem Material herzustellen. In anderen EU-Ländern wie Italien, Österreich oder Spanien ist dies bereits seit vielen Jahren erfolgreiche Praxis. Dort tragen kompostierbare Beutel entscheidend dazu bei, den Fremdstoffanteil im Bioabfall zu senken und die Getrennterfassung organischer Abfälle zu stärken.

Jetzt braucht es klare politische Weichenstellungen:
• Verbindliche Vorgaben für sehr leichte Kunststofftragetaschen, analog zu zertifiziert industriell kompostierbaren Bioabfall-Sammelbeuteln (gem. Bioabfallverordnung).
• Klare Kennzeichnung und Zertifizierung kompostierbarer Verpackungen, um eine ordnungs- und sachgemäße Entsorgung über den Bioabfall zu ermöglichen.
• Zweckgebundene Gebührenregelung, die sicherstellt, dass die Abgaben für kompostierbare Verpackungen direkt den Sammelbetrieben und Betreibern der Anlagen für organisches Recycling zugutekommen.

Die PPWR stellt hohe Anforderungen und die nationale Umsetzung eröffnet die Chance, endlich klare und verlässliche Regeln für bio-basierte und kompostierbare Verpackungen zu schaffen. Das gibt Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher, Planungssicherheit für Unternehmen und lenkt Investitionen gezielt in Innovationen, welche die biologische Kreislaufwirtschaft weiter voranbringen und die Umwelt schützen.

Mehr Informationen: www.inak.bio

Schlamm: vom Problemstoff zur Ressource

Source: Deutsche Nachrichten
In Kläranlagen und vielen verarbeitenden Industrien fallen Klär- und Industrieschlämme als Abfallprodukt an. Die nachgeschaltete Schlammverbrennung verursacht hohe CO₂-Emissionen und führt zur Entstehung von Schadstoffen, die aufwendig behandelt oder als Asche entsorgt werden müssen. Zudem verursacht das hohe Volumen des feuchten und geruchsintensiven Schlamms erhebliche Logistik- und Entsorgungskosten. Trotz großer Unterschiede in Zusammensetzung und Schadstoffbelastung haben alle Schlämme eines gemeinsam: Sie bestehen zu großen Teilen aus Wasser und können wertvolle Rohstoffe enthalten. Durch den Einsatz thermischer Trocknungsverfahren lassen sich diese effizient freilegen und für stoffliche oder energetische Verwertungen aufbereiten. Damit bieten Schlämme nicht nur neue Chancen für die Kreislaufwirtschaft, sondern auch Potenziale zur Reduktion klimarelevanter Emissionen und zur Schonung natürlicher Ressourcen.

Die michel gmbh ist international exklusiver Vertriebspartner der ‚SludgeDry-ingSystems‘ (SDS), einem Unternehmen, das sich auf Technologien zur Schlammtrocknung spezialisiert hat. Im Mittel-punkt stehen modulare und dezentral einsetzbare Trocknungssysteme, die eine energieeffiziente sowie emissionsarme Schlammbehandlung ermöglichen.

„Unser Trocknungsprozess basiert auf einer innovativen Niedertemperatur-Technologie ab ca. 60° C, wodurch höherwertige Energie nicht nötig ist, eingespart wird und gleichzeitig durch die schonende Trocknung kaum Schadstoffe aus dem Material ausgetrieben werden und somit nicht in den Abluftstrom gelangen. Die Trocknung erfolgt durch gezielte Wärmezufuhr kombiniert mit kontinuierlicher Bewegung des Schlamms, wodurch das Wasser effizient verdunstet wird“, erläutert Nina Pesic, Projektleitung der michel gmbh. „Durch die Nutzung der vorhandenen Abwärme wird der Prozess zudem sehr ressourcenschonend gestaltet. Das System startet den Trocknungsprozess bereits bei einem Trockensubstanzgehalt (TS) von nur 16 Prozent und kann ihn auf > 90 Prozent TS steigern.“

Ein zentraler Bestandteil ist das IntelligentDry®-System, eine eigens entwickelte Software, die den Trocknungsprozess vollautomatisch steuert und optimiert. Sie sorgt dafür, dass der gewünschte Trockensubstanzgehalt präzise und energiesparend erreicht wird, selbst wenn äußere Bedingungen schwanken. „Wir bieten eine zukunftsfähige Schlammtrocknung, die lokal funktioniert, Emissionen reduziert und sich wirtschaftlich rechnet. IntelligentDry® ist dabei nicht nur eine technische Lösung, sondern ein Werkzeug für echten Wandel, hin zu mehr Eigenverantwortung und Umwelt-bewusstsein“, betont Felix Hellmuth, Gründer und Geschäftsführer der SludgeDryingSystems (SDS), „In einer Branche im Wandel, geprägt von strengeren Umweltauflagen und steigenden Entsorgungskosten braucht es dezentrale, flexible und nachhaltige Lösungen. Mit meinem System zur Schlammtrocknung schaffen wir nicht nur Effizienz, sondern gestalten aktiv eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft.“

Den größten Anteil der behandelten Schlämme macht Klärschlamm aus, aus dem vor allem Phosphor, aufgrund gesetzlicher Vorgaben, für die landwirtschaftliche Nutzung zurückgewonnen werden muss. Darüber hinaus können die unterschiedlichsten industriellen Schlämme aufbereitet werden, etwa aus der Papierherstellung, der chemischen Industrie, aus Ölprozessen oder der Milchverarbeitung. Je nach Herkunft lassen sich daraus weitere Produkte extrahieren, die beispiels-weise in der Baustoffproduktion Verwendung finden. Nina Pesic: „Unsere eingesetzten Trocknungssysteme sind flexibel auf die spezifischen Eigenschaften verschiedener Schlammarten anpassbar und können auch für neue Einsatzstoffe getestet werden.“ Die modular aufgebauten Kaskadentrockner sind so konzipiert, dass sie dezentral und flexibel eingesetzt werden können. Durch ihre kompakte Bauweise lassen sie sich in bestehende Infrastrukturen integrieren, ohne dass umfangreiche Umbauten notwendig sind. Damit reicht das Einsatzspektrum von kommunalen Kläranlagen bis hin zu großen industriellen Standorten. Zur wirtschaftlichen Umsetzung stehen unterschiedliche Finanzierungs- oder Leasingmodelle zur Verfügung. „Dies eröffnet auch kleineren und mittleren Betreibern den Zugang zur Technologie und erleichtert eine schnelle Implementierung vor Ort. Auf diese Weise kann die Schlammbehandlung energieeffizient gestaltet und mit geringeren Betriebs- und Investitionskosten realisiert werden“, so Nina Pesic. 

Zusammen vereinen die michel gmbh sowie Sludge Drying Systems jahrelange Erfahrung und Kompetenz in ihren jeweiligen Bereichen und bieten so eine hervorragende Leistung für ihre Kunden. Die michel gmbh bringt Expertise in Vertrieb und Marketing mit, während Sludge Drying Systems sich auf moderne, kosteneffiziente und umweltfreundliche Alternativen für die Schlammentsorgung spezialisiert hat. www.schlammtrocknung.com

Aufzug als Zukunftsfaktor

Source: Deutsche Nachrichten
Zahlreiche Gebäude sind bis heute nicht barrierefrei erschlossen, und wo Aufzüge vorhanden sind, handelt es sich häufig um in die Jahre gekommene Anlagen: Im Schnitt sind sie fast 35 Jahre alt. Damit einher gehen ein erheblicher Investitionsstau, hohe Instandhaltungs- und Reparaturkosten sowie eine wachsende Störungsanfälligkeit. Hinzu kommt, dass Aufzüge durch die Pflicht zur regelmäßigen Wartung oft „überwartet“ werden, was die Kosten weiter in die Höhe treibt, ohne die eigentlichen strukturellen Probleme zu lösen.

Für Eigentümer und Betreiber erschwert sich die Situation zusätzlich durch die Intransparenz des Marktes: Technische Qualitäten, angebotene Leistungen, Lieferzeiten und insbesondere die Preisgestaltung sind für Fachfremde nicht nachvollziehbar. Zugleich ist der Anbietermarkt hochgradig konzentriert. Rund 70 Prozent werden von wenigen Playern kontrolliert, sowohl in der Herstellung als auch in Wartung und Modernisierung. Für Immobilienbesitzer bedeutet das: Kaum Wahlmöglichkeiten, wenig Wettbewerb und hohe Abhängigkeit. Tim Gunold, geschäftsführender Gesellschafter der HUNDT CONSULT GmbH, kennt diese Problematik wie kein Zweiter. Mit seinem Team berät er herstellerunabhängig – für den besten Aufzug.

Herr Gunold, HUNDT CONSULT ist größtes unabhängiges Beratungsunternehmen für den optimierten Betrieb von Aufzügen und Fahrtreppen in Deutschland und Europa. Wen sprechen Sie an?
HUNDT CONSULT ist Marktführer im Bereich Liftmanagement und Aufzugsplanung und hat mittlerweile rund 65.000 Aufzugsanlagen digitalisiert. Zu den Kunden zählen sowohl Bestandshalter als auch Verwalter und Immobilieninvestoren sowie öffentliche Auftraggeber in allen Asset-Klassen.

Der LIFT GUARDIAN gilt als Ihr Vorzeigeprodukt. Was zeichnet ihn aus?
Der LIFT GUARDIAN ist eine eigens entwickelte IIoT-Lösung. Das System ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich Daten über den Zustand der Anlage erfassen. Diese werden mittels Künstlicher Intelligenz analysiert und auf übersichtlichen Dashboards im System der Aufzugmanager dargestellt. So ist eine durchgehende Überwachung in Echtzeit möglich. Verschleiß oder potenziell auftretende Störungen können frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor es zu kostenintensiven Schäden oder plötzlichem Stillstand kommt. Neben dieser vorausschauenden Instandhaltung (predictive maintenance) lassen sich anhand der Daten zu jedem Aufzug individuelle Wartungszyklen festlegen (nutzungsbasierte Wartung), was Kosten reduziert und die Betriebssicherheit erhöht. Der LIFT GUARDIAN kann unabhängig vom Aufzugshersteller und verbauten Komponenten schnittstellenfrei auf der Kabine installiert werden. Ein weiterer Pluspunkt: Er greift nicht in die Steuerung der Aufzugsanlage ein, sodass keine Gefahr einer Fremdsteuerung durch Cyberkriminelle besteht.

Was sind die größten Potenziale der KI im Liftmanagement?
Kurz gesagt können durch den Einsatz von KI viele Ausfälle verhindert, Kosten gesenkt und die Betriebssicherheit sowie Nutzerzufriedenheit erhöht werden.

Welche Rolle spielen Aufzugsanlagen derzeit und zukünftig in Smart Buildings?
Gebäude ohne Aufzüge verlieren auf dem heutigen Immobilienmarkt zunehmend an Attraktivität. Der demografische Wandel dürfte diese Entwicklung noch verstärken: Mit dem Eintritt der Babyboomer-Generation in den Ruhestand steigt die Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum, während Immobilien ohne Aufzug für viele kaum noch in Frage kommen. Die Gebäude von morgen sind digital, vernetzt und intelligent. Die Vorteile der Smart Buildings liegen auf der Hand: Durch Vernetzung intelligenter Gebäudetechnologien können Energie eingespart, der Komfort der Nutzer erhöht und ein sicherer Betrieb gewährleistet werden. Aufzüge spielen in diesem intelligenten Gebäude-Ökosystem eine wichtige Rolle. Smarte Aufzugslösungen wie der LIFT GUARDIAN können Daten beispielsweise über Nutzungsfrequenz und Unregelmäßigkeiten liefern und so letztlich einen wichtigen Beitrag zur gesamten Gebäudeoptimierung leisten. Nicht ohne Grund zählt unsere
IIoT-Lösung zu den „Accredited Solutions“ von WiredScore. Die Akkreditierung bescheinigt, dass die Technologielösung den heutigen Standards für intelligente Gebäude entspricht und dabei hilft, die SmartScore- Zertifizierungsziele zu erreichen. Der „SmartScore“ ist eine Zertifizierung von WiredScore, die die digitale Infrastruktur und das Nutzererlebnis in Ge-bäuden bewertet und als Standard für smarte Gebäude dient.

HUNDT CONSULT berät, begleitet und betreut bei der Neuerrichtung, der Modernisierung und dem alltäglichen Betrieb von Aufzügen und Fahrtreppen. www.hundt-consult.de

Neue Maßstäbe für Bleisure Travel

Source: Deutsche Nachrichten
Welche Chancen und Herausforderungen entstehen, wenn Geschäftsreisen mit Freizeitaktivitäten kombiniert (Bleisure) und ortsunabhängige Arbeit in klassische Urlaubsdestinationen verlagert wird (Workation)? Wie bewerten touristische Anbieter das aktuelle und zukünftige Marktpotenzial dieser modernen Reiseformen und mit welchen Maßnahmen reagiert die Branche darauf? Der „Bleisure & Workation Monitor Deutschland“* will erstmals systematisch Antworten auf diese Fragen liefern und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen, Destinationen und Politik schaffen. Dazu wurden bis September diesen Jahres Marktdaten in Pilotregionen erhoben, analysiert und erste Praxisbeispiele identifiziert. Ab 2027 ist eine kontinuierliche jährliche Durchführung geplant. So soll die touristische Wertschöpfung gestärkt und eine nachhaltige Zukunft für eine sich wandelnde Arbeits- und Reisewelt ermöglicht werden.

Die Stadt Leipzig engagiert sich als eine von mehreren Modellregionen intensiv im Bleisure & Workation-Forschungsprojekt. Damit stärkt Leipzig seine Rolle als starker Forschungs- und Unternehmensstandort, an dem aktuelle Trends und Bedürfnisse frühzeitig erkannt werden und das MICE-Angebot so noch gezielter zugeschnitten werden kann. Erste Anlaufstelle für alle Eventplaner und Geschäftsreisenden: das Leipzig Convention Network. Es vereint rund 50 erfahrene Partner von Kongress- und Eventlocations, Hotels, Serviceagenturen und Mobilitätsunternehmen und bietet umfassende Unterstützung bei der Beratung und Durchführung sämtlicher Veranstaltungsformate. Eingespielte Prozesse prägen das Leipzig Convention Network seit über 25 Jahren, jeder An-sprechpartner ist nur einen Anruf entfernt. Die neu gestaltete, benutzerfreundliche Website erleichtert den Zugriff auf alle Informationen und Services.

Als Wissenschaftsstandort vereint Leipzig eine Vielzahl führender Hochschulen und Forschungseinrichtungen in räumlicher Nähe. Die gebündelte Expertise aus Bereichen wie Life Sciences, Digitalwirtschaft, Greentech und Automotive bietet Zugang zu einer dynamischen Wissenschaftscommunity. Im Congress Center Leipzig (CCL), einem der größten Kongresszentren Europas, finden jährlich rund 100 Kongresse mit über 100.000 Teilnehmenden statt. Langjährige Part-nerschaften wie der Deutsche Röntgenkongress oder der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und die VISZERALMEDIZIN schätzen das flexible Raumkonzept des CCL mit seiner imposanten Glashalle. Seit 2009 durchgehend Green-Globe zertifiziert, hat das CCL mit eigener Photovoltaikanlage, Energiemanagement nach ISO 50001 und der ersten GreenSign Gastro-Zertifizierung einer Messegesellschaft neue Standards gesetzt. Ebenso nach-haltigkeitszertifiziert und zur Leipziger Messe Unternehmensgruppe gehörend, ist die KONGRESSHALLE am Zoo. Das Gründerzeitgebäude wurde nach umfassender Restaurierung 2015 als modernes Tagungs- und Kongresszentrum wiedereröffnet. 15 Räume mit Kapazitäten für bis zu 1.200 Personen verteilen sich auf drei Tagungs- und einer Ausstel-lungsebene. Alle vereint eine einzigartige Mischung aus historischen Jugendstil-Elementen und moderner Ausstattung.

Der Mix aus Historie und Moderne prägt auch das Felix im Staycity Leipzig in der ehemaligen Hauptpost am Augustusplatz. Im Felix Club auf der obersten Etage lassen sich Räume für bis zu 400 Personen gestalten; die Rundumverglasung bietet spektakuläre Ausblicke über die Stadt. Besonders eindrucksvoll sind die Lichtinstallationen, die sich je Unternehmensfarbe anpassen lassen. Nicht weniger beeindruckend ist der Panoramablick im Hotel The Westin Leipzig. Das mehrfach ausgezeichnete Hotel bietet über 50 Tagungsräume, die auch Großkonferenzen mit bis zu 700 Teilnehmenden ermöglichen. Das Pentahotel Leipzig ist ein modernes Stadthotel, das professionelles Meeting-Equipment mit entspanntem Lifestyle verbindet. Neben 17 flexibel nutzbaren Tagungsräumen und einem Ballsaal sorgen Kaminlounge, BBQ-Terrasse, Billardtisch und Kiosk für eine offene, lockere Atmosphäre. Diese Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl an Hotel- und Gastronomiekonzepten in Leipzig, die zeigen wie abwechslungsreich Veranstaltungen, Bleisure Travel oder Workation in der lebendigen Kongressmetropole umgesetzt werden können.

*Forschungsprojekt der IU Internationale Hochschule 2025. 

Leipzig bietet nicht nur eine vielfältige Auswahl an Tagungslocations und Tagungshotels, sondern auch erfahrene Agenturen und zuverlässige Mobilitätspartner. Dort arbeiten Locations, Hotels, Agenturen und Partner im Leipzig Convention Network zusammen und schaffen ein besonderes Tagungserlebnis. www.leipzig-convention.com

Leipzig Convention Bureau
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH Grimmaischer Steinweg 8 | 04103 Leipzig
www.leipzig-convention.com
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