connect Breitband- und Festnetztest 2025: Deutsche Telekom erneut bundesweiter Testsieger, Deutsche Glasfaser regionaler Testsieger

Source: Deutsche Nachrichten
Bereits zum sechzehnten Mal hat die Medienmarke connect die Leistungsfähigkeit des Festnetzes in Deutschland getestet – zum dritten Mal auf Basis der bewährten Crowdsourcing-Methodik des unabhängigen Benchmarking-Unternehmens umlaut. Der seit vielen Jahren etablierte Breitband- und Festnetztest gibt umfassende Einblicke in die tatsächliche Nutzererfahrung von Festnetzkunden. Unterschieden wird zwischen den überregionalen, bundesweit aktiven Netzbetreibern 1&1/Versatel, Deutsche Telekom, O2/Telefónica sowie Vodafone und den Regionalanbietern, deren Anschlüsse nur in bestimmten Bundesländern oder Regionen erhältlich sind. Deutsche Telekom belegt im deutschlandweiten Vergleich den ersten Platz, Sieger unter den Regionalanbietern ist Deutsche Glasfaser. Insgesamt zeigen die Testergebnisse eine sehr gute Leistung aller Anbieter.

Die Testmethodik wurde in diesem Jahr deutlich weiterentwickelt. Neu ist unter anderem eine Bewertung der geografischen Abdeckung, die nun mit zehn Prozent ins Gesamtergebnis einfließt und Anbieter belohnt, die ihre Leitungen nicht nur in Ballungsräumen, sondern flächendeckend anbieten. Zudem fließen in die Wertungen für Download- und Upload-Geschwindigkeiten ausschließlich aktive Tests ein, die die maximal erreichbare Leistung der Anschlüsse präziser abbilden. Unverändert bleiben die Kategorien Latenz und Stabilität.

Breitband- und Festnetztest 2025 – Ergebnisse der bundesweiten Anbieter

Deutsche Telekom ist Testsieger mit 946 von 1.000 möglichen Punkten und dem Testurteil „sehr gut“. Der Anbieter überzeugt mit den besten Upload-Datenraten und ist führend bei den Latenzen in allen Bewertungsklassen – dank des steigenden Glasfaser-Anteils im Netz sowie der angehobenen Upload-Geschwindigkeiten auch in den DSL-Tarifen.

Den zweiten Platz erreicht Vodafone mit 931 Punkten und ebenfalls der Note „sehr gut“. Der Anbieter setzt sich bei der neuen Abdeckungs-Wertung an die Spitze und führt außerdem bei den Download-Datenraten – hier wirken sich der hohe Anteil an Koaxialkabel sowie die vor einiger Zeit erfolgte Anhebung der Upload-Bandbreiten positiv aus.

Den dritten Platz erreicht O2/Telefónica mit 910 Punkten und der Note „sehr gut“. In der Stabilitäts-Wertung erreicht der Anbieter den zweiten Platz und reiht sich in allen anderen Kategorien mit jeweils guten Leistungen auf dem dritten Rang ein.

Mit nur einem Punkt Abstand zu O2/Telefónica, kommt 1&1/Versatel auf Platz vier, mit 909 Punkten und ebenfalls dem Testurteil „sehr gut“. Der Anbieter bietet die beste Stabilität und liegt bei Upload-Datenraten sowie den Latenzen nur knapp hinter dem Testsieger.

Breitband- und Festnetztest 2025 – Ergebnisse der regionalen Anbieter

Deutsche Glasfaser erreicht mit 931 Punkten und der Note „sehr gut“ zum dritten Mal in Folge den ersten Platz der regionalen Anbieter. Das Unternehmen ist in sehr vielen Bundesländern aktiv und setzt sich so mit großem Vorsprung in der neuen Abdeckungs-Wertung an die Spitze. Deutsche Glasfaser vermarktet ausschließlich Glasfaseranschlüsse und liegt bei den Upload-Messungen vorn.

Pyur, der Zusammenschluss mehrerer regionaler Kabelprovider in unterschiedlichen Bundesländern, kommt mit 880 Punkten und der Note „sehr gut“ auf den zweiten Platz der regionalen Anbieter. Dem Anbieter gelingt der Sprung vom letzten Platz im Vorjahr auf Rang zwei – dank guter Abdeckung, Verbesserungen bei seinen Kabelanschlüssen und einem Zuwachs an Glasfaserleitungen. Bei den Download-Messungen setzt Pyur sich an die Spitze.

Mit 879 Punkten und der Note „sehr gut“ erreicht Wilhelm.tel den dritten Platz der regionalen Anbieter. Das in Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vertretene Unternehmen vermarktet überwiegend Glasfaseranschlüsse. Dies spiegelt sich in exzellenten Latenzwerten sowie in hohen Download- und Upload-Datenraten wider.

Sehr gut schneiden auch die weiteren Regionalanbieter ab. Auf Platz vier liegt EWE mit 864 Punkten, dieser Anbieter ist vertreten in Regionen von Brandenburg, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Auf Platz fünf folgt die in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aktive NetCologne mit 861 Punkten. M-net liegt mit ebenfalls 861 Punkten gleichauf – der Anbieter ist in Bayern ansässig, aber auch in Teilen Baden-Württembergs, Hessens, Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Thüringens vertreten.

Hannes Rügheimer, connect-Autor, sagt: „Wir haben unsere Testmethodik erneut verschärft, um die Leistungsfähigkeit der Anbieter noch fairer und realistischer abzubilden. Mit der neuen Abdeckungs-Kategorie und dem Fokus auf aktive Messungen rücken wir die Netze in den Mittelpunkt, die schnell und zudem für möglichst viele Nutzer verfügbar sind. Gratulation an die Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser für ihre Spitzenplätze – und auch alle weiteren getesteten Anbieter zeigen durchweg sehr gute Leistungen.“

Die Bewertung der deutschen Festnetzbetreiber basiert auf einer Crowdsourcing-Analyse, die rund 1.993 Millionen Messwerte von 3.605.473 unterschiedlichen Festnetzanschlüssen in Deutschland berücksichtigt. Die Daten wurden in 24 Wochen zwischen Anfang April und Anfang September 2025 erfasst.

Perspektive DVT – „Eine umfassende Diagnose mit Unterstützung der modernen SCS Bildgebung“

Source: Deutsche Nachrichten
In der Praxis von Herrn Dr. med. Said Walid Wahisi stützt sich die Diagnose, der Grundstein für eine individuelle Behandlung der Erkrankung, auf eine hochwertige Ausstattung. Zu dieser gehört seit April 2024 auch die SCS Bildgebung. Patienten in und um Bad Neuenahr-Ahrweiler erfahren durch die Implementierung des SCS MedSeries® H22 eine unmittelbare Diagnostik bei geringer Strahlendosis.

Wir haben mit Herrn Dr. med. Said Walid Wahisi über den Einsatz der 3-D-Bildgebung gesprochen und wie diese sich seither in den Arbeitsalltag der Praxis etablierte.

Ein Garant für Effizienz und Zugänglichkeit

„Die Diagnose mit der SCS Bildgebung, einem revolutionären DVT-System, ist für mich eine bahnbrechende Innovation in der medizinischen Bildgebung“, erzählt Herr Dr. Wahisi. „Diese Technologie hat nicht nur meine orthopädische Praxis transformiert, sondern auch die Art und Weise, wie wir Diagnosen stellen und unsere Patienten behandeln.“

Die sofortige Verfügbarkeit von Untersuchungen, ohne die üblichen Wartezeiten für MRT- oder CT-Scans, ist für den Facharzt ein wesentlicher Vorteil, auf den er nicht mehr verzichten möchte. Die Diagnostik mittels SCS Bildgebung ist nicht nur schneller, sondern auch weniger aufwändig für das Praxisteam. „Diese Effizienz führt zu einem positiven Einfluss auf die Praxiswirtschaftlichkeit durch optimierte Arbeitsabläufe.“

Qualität und Sicherheit stehen an erster Stelle

Die Qualität der SCS Bildgebung, die beispielsweise auch Aufnahmen unter natürlicher Körperbelastung erstellen kann, ist für Herrn Dr. Wahisi unübertroffen und besticht sogar CT-Untersuchungen. „Selbst in unübersichtlichen Bereichen, wie zum Beispiel im Handgelenk bietet das SCS MedSeries® H22 gestochen scharfe Bilder mit außergewöhnlicher Detailtreue.“

Auch die Sicherheit seiner Patienten spielte in der Entscheidungsphase eine tragende Rolle. Dank des Super-Ultra-Low-Dose-Protokolls (SULD) kann die Strahlendosis im Vergleich zu einer Aufnahme im CT z.B. im Bereich des Ellenbogens um 97 % gesenkt werden.

„Die Strahlenbelastung wird für unsere Patienten und das medizinische Personal erheblich reduziert. Meine Diagnosesicherheit hat sich enorm erhöht, das steht außer Frage. Insbesondere bei Fragestellungen, die den oberen Halswirbelbereich (C0 bis C4) betreffen.“

Hervorragende Unterstützung und zuverlässiger Service

Herr Dr. med. Wahisi lobt besonders die Kompetenz und Hilfsbereitschaft des SCS Teams, das den Facharzt in der gesamten Organisation des Projektes, von der Finanzierung bis zur Installation und Wartung begleitet hat. „Der SCS gebührt an dieser Stelle mein besonderer Dank. Das Team steht jederzeit für Fragen zur Verfügung und bietet eine umfassende Betreuung, die unsere Praxis spürbar unterstützt.“

Abschließend zeigt sich der Facharzt und Praxisteam zufrieden mit der SCS Bildgebung. „Ich kann jedem Orthopäden diese Lösung uneingeschränkt empfehlen, denn die Vorteile sind unbestreitbar. Die SCS Bildgebung hat nicht nur die Art und Weise verändert, wie wir Diagnosen stellen, sondern auch unsere Patientenversorgung auf ein ganz neues Niveau gehoben.“

Praxis Wahisi – Im VITAHRIS
Bergstr. 2
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
www.wahisipraxis.de

Mit LYDIA Voice zur intelligenten Steuerung bei Rossmann

Source: Deutsche Nachrichten
Mit einer innovativen Eigenentwicklung optimiert die Drogeriemarktkette ROSSMANN ihre Prozesse in der Kommissionierung: Gemeinsam mit der EPG (Ehrhardt Partner Group) hat das Unternehmen das Steuerungssystem WIIEB eingeführt. Dieses System berechnet mithilfe eines intelligenten Algorithmus die optimale Verteilung von Artikeln in Rollboxen, basierend auf Parametern wie Größe, Gewicht und Inhalt der Produkte. Die Kommissionierungsanweisungen für die Bestückung erhalten die Mitarbeitenden über Put-to-Light-Anzeigen sowie die sprachgestützte Lösung LYDIA Voice. Das WIIEB-System sorgt dabei für volle Transparenz: Es zeigt genau, welche Artikel sich in welcher Box befinden. Das erleichtert nicht nur die optimale Beladung, sondern auch die eindeutige Kennzeichnung, etwa bei Gefahrguttransporten.

„Was ist in einer Rollbox?“ Eine vermeintlich einfache Frage, die im Kommissionieralltag oft nicht leicht zu beantworten ist. Beim Beladen der Rollwagen haben die Mitarbeitenden in der Regel weitgehend freie Hand und entscheiden selbst, welche Artikel auf welche Box verteilt werden. Das führt nicht selten dazu, dass Rollboxen unterschiedlich schwer beladen sind und manche das zulässige Maximalgewicht sogar überschreiten.

Vor diesem Problem stand auch die Drogeriemarktkette ROSSMANN. Das Unternehmen stellt in seinen acht Regionallagern täglich rund 1.300 Sendungen für die Filialen zusammen. Immer wieder kam es dabei vor, dass fertig gepackte Rollboxen zu schwer für den Versand waren. Weniger Produkte pro Box zu verladen, war allerdings keine praktikable Lösung, denn die Verkaufsstellen sind auf eine vollständige Warenverfügbarkeit angewiesen. Eine Reduzierung des Rollboxenvolumens hätte zwangsläufig mehr Transporte erfordert und damit zusätzliche Kilometer und höhere Kosten verursacht.

Die Aufgabe für die ROSSMANN-Logistik bestand also darin, das Gewicht gleichmäßiger auf die Rollboxen zu verteilen und das vorhandene Volumen optimal auszunutzen. Gesucht wurde eine Lösung, die den Beladeprozess gezielt steuert und gleichzeitig für Transparenz sorgt: Es sollte jederzeit ersichtlich sein, welche Artikel sich in welcher Box befinden. Ein Aspekt, der insbesondere bei der Kennzeichnung von Gefahrgutartikeln eine entscheidende Rolle spielt. Ein komplexes Zusammenspiel von Hardware und Software war notwendig, um den Anforderungen gerecht zu werden, denn eine fertige Lösung, die den speziellen Bedürfnissen von ROSSMANN entsprach, war auf dem Markt nicht verfügbar. Daher beschloss das Unternehmen, selbst ein entsprechendes System zu entwickeln.

Intelligente Steuerung für effiziente Kommissionierung – das WIIEB-System

WIIEB steht für „Was ist in einer Box“ und kombiniert drei Schlüsseltechnologien: Pick-by-Voice, Put-to-Light und eine intelligente Steuerungssoftware. Der Kommissionierer erhält über ein Headset präzise Anweisungen, von welchem Lagerplatz er welche Artikel in welcher Menge entnehmen soll. Dank Pick-by-Voice hat er dabei stets beide Hände frei und muss nicht mit Papierlisten oder Scannern arbeiten. Das ermöglicht fokussiertes, ergonomisches und fehlerfreies Arbeiten.

Gleichzeitig sorgt die intelligente Verteilung dafür, dass der vorhandene Stauraum optimal genutzt wird: Leerräume in den Boxen werden vermieden, das Ladevolumen wird effizient ausgeschöpft. Angesichts der durchschnittlich rund 25.800 Rollboxen, die täglich von den acht Lagern zu den Verkaufsstellen transportiert werden, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Weniger Overpacking, bessere Auslastung, niedrigere Kosten.

„Der WIIEB-Prozess führt unsere Kommissionierung in eine neue Ära“, bilanziert bei ROSSMANN. „Dank des neuen Systems wissen wir immer, was sich auf welcher Rollbox befindet. Das ist ein Meilenstein in der ROSSMANN-Logistik, der uns viele Vorteile bringt. Die Gewichtsverteilung wird optimiert; das erleichtert das Handling der Boxen, es gibt weniger Schäden durch falsches Beladen, und es ermöglicht eine optimale LKW-Auslastung. Aber auch gesetzliche Anforderungen können wir dank WIIEB leichter erfüllen.“

LYDIA Voice als zentrales Element der Lösung

Im Zentrum des neuen Systems steht die leistungsstarke Pick-by-Voice-Technologie LYDIA Voice der EPG. Sie bildet das Fundament für die sprachgestützte Steuerung der Kommissionierung und ermöglicht eine intuitive, ergonomische und sichere Bedienung, selbst unter anspruchsvollen Lagerbedingungen. Dank der KI-basierten Spracherkennung funktioniert LYDIA Voice sofort ohne Sprachtraining und passt sich flexibel an unterschiedliche Sprecher, Dialekte und Hintergrundgeräusche an. Für ROSSMANN bedeutet das: hohe Prozesssicherheit bei gleichzeitig geringem Schulungsaufwand. Die tiefe Integration von LYDIA Voice in das WIIEB-System erlaubt eine nahtlose Kommunikation zwischen Mensch, System und Fahrzeug: Sprachanweisungen führen die Kommissionierenden zielsicher durch alle Prozessschritte, vom Picking bis zur korrekten Beladeposition, unterstützt durch die visuelle Rückmeldung via Put-to-Light. So wird jede Bewegung präzise gesteuert und dokumentiert. Die bewährte Technologie von LYDIA Voice ist damit nicht nur Träger der Effizienzgewinne, sondern auch Schlüsselfaktor für Transparenz, Fehlervermeidung und Ergonomie im täglichen Betrieb.

Mittlerweile sind bei ROSSMANN mehr als 800 WIIEB-fähige Flurfahrzeuge mit Put-to-Light-Modulen und rund 1.000 VOXTER Sprachcomputer im Einsatz. Als bisher letzter Standort wurde das hochmoderne Logistikzentrum in Burgwedel mit WIIEB ausgestattet.

Ein Überblick von Stoz: Chemische und physikalische Grundlagen industrieller Lacksysteme

Source: Deutsche Nachrichten
Industrielle Lacke sind mehr als nur dekorative Oberflächen. Sie schützen Werkstoffe vor Korrosion, Witterungseinflüssen und mechanischen Belastungen und prägen die optische Wirkung eines Produkts. Ohne moderne Lacksysteme wären die hohen Qualitätsstandards in der Industrie kaum erreichbar.

Die Lacktechnologie befindet sich jedoch in einem Spannungsfeld: Einerseits drängen Gesetzgebung und gesellschaftliche Anforderungen auf die Reduzierung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC), weshalb wasserbasierte Systeme zunehmend gefördert werden. Andererseits zeigt sich im industriellen Alltag, dass die etablierten lösemittelhaltigen Systeme durch ihre Robustheit, Prozesssicherheit und bewährte Leistungsfähigkeit weiterhin unentbehrlich sind.Als Spezialist mit knapp 100 Jahren Erfahrung informiert Stoz im Folgenden über den aktuellen Stand sowie die Trends rund um Industrielackierungen, Oberflächentechnik und Korrosionsschutz.

Grundprinzipien der Lacksysteme

Im Kern unterscheidet man zwischen einkomponentigen (1K) und zweikomponentigen (2K) Lacksystemen.

1K-Lacke: Alle Bestandteile sind in einer fertigen Mischung enthalten. Die Härtung erfolgt physikalisch durch Verdunstung des Lösemittels oder chemisch durch Reaktion mit Luftsauerstoff oder Feuchtigkeit. Ihre Anwendung ist unkompliziert, allerdings erreichen sie nicht die Beständigkeit komplexerer Systeme.

2K-Lacke: Die zwei Komponenten – Harz und Härter – werden kurz vor der Applikation gemischt. Durch die folgende chemische Reaktion entsteht ein dicht vernetzter Film mit hoher Härte, Abriebfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit. Das erfordert mehr Disziplin in der Verarbeitung, ist aber erste Wahl, wenn maximale Performance gefordert ist.

Einbrennlacke: Sie härten erst durch Wärmeeinwirkung im Ofen vollständig aus. Durch die Vernetzung von Polyester- oder Acrylharzen mit Aminoharzen (meist Melamin) entsteht ein hochvernetzter, duroplastischer Film. So entstehen Oberflächen mit außergewöhnlicher Härte, Chemikalienbeständigkeit und Glanzhaltung sowie hoher Prozess- und Endperformance. Bei der ökologischen Bewertung muss allerdings der Energieaufwand für den Ofenprozess berücksichtigt werden.

Lösemittelbasierte Einbrennlacke gelten seit Jahrzehnten als Standard in der Automobil-OEM-Lackierung und im Coil Coating. Die wasserbasierte Form wie die kathodische Tauchlackierung (KTL) durchläuft heute praktisch jede Fahrzeugkarosserie im Rohbau.

Wasserbasierte Systeme

Die Entwicklung wasserbasierter Lacksysteme hat erhebliche Fortschritte gemacht. 1K-Lacke auf Basis von Acryl- oder Polyurethandispersionen sind heute weit verbreitet. Sie trocknen schnell, sind elastisch und vergilbungsfrei. Eingesetzt werden sie beispielweise in der Möbelindustrie oder im Innenausbau. Jedoch zeigen sie auch Schwächen: Block- und Kratzfestigkeit sind begrenzt, sie reagieren empfindlich auf klimatische Bedingungen und bei hoher Luftfeuchtigkeit oder niedrigen Temperaturen verlängern sich die Trocknungszeiten deutlich.

Wasserbasierte 2K-Lacke, etwa auf Basis von Polyurethan und Epoxidharzen, reduzieren viele Schwächen. Dank hoher Härte, guter Beständigkeit bei Chemikalien und stabiler Abriebfestigkeit werden sie immer häufiger in anspruchsvollen Industrieböden, im Korrosionsschutz oder bei hochwertigen Möbeloberflächen eingesetzt. Allerdings ist die Verarbeitung durch exakte Mischungsverhältnisse, kurze Topfzeiten und erhöhte Sensibilität gegenüber klimatischen Schwankungen herausfordernd.

Der ökologische Vorteil wasserbasierter Systeme ist differenziert zu betrachten. Zwar sind die VOC-Emissionen geringer, aber die Verdunstung von Wasser erfordert längere oder energieintensivere Trocknungsprozesse. Außerdem müssen Bindemittel in Wasser durch Hilfsstoffe stabilisiert werden – Stoffe, die nicht immer unbedenklich sind. Die tatsächliche ökologische Bilanz von Wasserlacken ist also de facto von der jeweiligen Prozessgestaltung und vor allem von der Langlebigkeit der Beschichtung abhängig.

Ein Spezialfall sind wasserbasierte Einbrennlacke, allen voran die KTL-Beschichtung. Sie gilt als Standard im Automobilbau, da sie eine gleichmäßige, vollflächige Korrosionsschutzgrundierung liefert. Ihre Stärke: lückenloser Schutz komplexer Geometrien. Ihre Schwächen: hoher Energiebedarf des Einbrennprozesses sowie eingeschränkte dekorative Funktion.

Lösemittelbasierte Systeme

Lösemittelhaltige Lacksysteme gelten nach wie vor als Maßstab für technische Stabilität und Prozesssicherheit. 1K-Systeme wie klassische Alkyd- oder Acryllacke überzeugen durch sehr guten Verlauf, ausgezeichnete Haftung und zuverlässige Verarbeitbarkeit auch unter weniger idealen klimatischen Bedingungen. Acrylharze sind bekannt für ihre hohe UV-Stabilität und Klarheit, Alkydharze für Elastizität und Robustheit, auch wenn sie zum Vergilben neigen.

Besonders etabliert sind lösemittelbasierte Einbrennlacke, typischerweise Polyester- oder Acrylharze in Kombination mit Melaminharzen. Sie härten bei Temperaturen von etwa 140–180 °C aus. Das Ergebnis sind hochvernetzte, duroplastische Filme von außergewöhnlicher Härte, Chemikalienbeständigkeit und Glanzhaltung. Vor allem in der Automobil-OEM-Lackierung und im Coil Coating sind sie bis heute unverzichtbar. Ihre Prozesssicherheit und über Jahrzehnte bewährte Performance machen sie zu einem Standard, der durch moderne Alternativen nur schwer ersetzt werden kann.

Noch deutlicher zeigt sich die Stärke lösemittelhaltiger Systeme bei den 2K-Lacken. Polyurethanlacke sind universelle Hochleistungsbeschichtungen mit einer einzigartigen Kombination aus Härte, Elastizität und Chemikalienbeständigkeit. Acryl-PUR-Systeme verbinden Brillanz und Lichtechtheit mit der Widerstandskraft der Polyurethanvernetzung und sind im Fahrzeugbau, in der Luftfahrt und im hochwertigen Maschinenbau unersetzlich. Epoxidharzlacke wiederum sind der Goldstandard im schweren Korrosionsschutz, bei Tankinnenbeschichtungen oder im Pipelinebau, da sie unvergleichliche Haftung und Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien aufweisen.

Mit Blick auf die ökologische Bewertung ist zu beachten, dass moderne Lösemittel zunehmend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Betrachtet man dazu die häufig längere Lebensdauer plus weniger Nachbeschichtungen ist die Umweltbilanz lösemittelhaltiger Systeme durchaus positiv.

Trends und Entwicklungen

Ziel ist es, Nachhaltigkeit mit den Anforderungen der industriellen Praxis zu verbinden. Dafür hat die Lackindustrie High-Solid-Systeme entwickelt, die dank einem höheren Festkörpergehalt weniger Lösemittel enthalten. Das reduziert die VOC-Emissionen, ohne die Stärken der lösemittelhaltigen Chemie aufzugeben. Auch Hybridlösungen werden immer wichtiger. Sie kombinieren verschiedene Bindemittelarten und ermöglichen dadurch maßgeschneiderte Eigenschaften. Parallel dazu wächst die Bedeutung bio-basierter Harze und nachhaltiger Rohstoffe.

Aktuell bieten diese Systeme noch nicht die gleiche Verarbeitungsstabilität oder Endbeständigkeit wie die etablierten Technologien. Auch wasserbasierte Systeme gewinnen zwar an Marktanteil, stoßen in der industriellen Realität jedoch an Grenzen.Die Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit wird weiter vorangetrieben. Mit seiner Expertise auch bei Forschung und Entwicklung testet Stoz Innovationen frühzeitig und bietet maßgeschneiderte Lösungen für eine ebenso wirtschaftliche wie hochwertige und nachhaltige Industrielackierung.

Fazit

Industrielle Lacksysteme spiegeln die Balance zwischen Innovation, Regulierung und technischer Realität wider. Wasserbasierte Systeme sind ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung von Emissionen. Doch ihr ökologischer Vorteil ist bei genauer Betrachtung nicht immer so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint und ihre Leistungsfähigkeit bleibt in bestimmten Anwendungsfeldern eingeschränkt.

Lösemittelhaltige Systeme dagegen haben ihre Stärken seit Jahrzehnten bewiesen und bleiben insbesondere in ihren zweikomponentigen Varianten der Maßstab für höchste Performance. Ihre breite Erfahrungsbasis, die lange Lebensdauer der Beschichtungen und die zunehmende Möglichkeit, bio-basierte Lösemittel einzusetzen, machen sie auch in Zukunft zu einem unverzichtbaren Bestandteil industrieller Lacktechnologie

TeleTrusT-Podcast: Cyber-Resilienz – Aus Vorfällen lernen, Zukunft sichern

Source: Deutsche Nachrichten
https://www.teletrust.de/…

Cyber-Resilienz gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Der aktuelle TeleTrusT-Podcast widmet sich der Frage, wie Organisationen Sicherheitsvorfälle systematisch auswerten, daraus präventive Maßnahmen ableiten und ihre digitale Widerstandsfähigkeit nachhaltig stärken können.

Im Gespräch: Carsten Christian Vossel (CCVOSSEL) mit Svenja Mischur (sequrium) und David Bischoff (SECUINFRA). Die Gesprächspartner verdeutlichen anhand praxisnaher Beispiele, wie Unternehmen ihre IT-Infrastruktur analysieren, Sicherheitslücken erkennen und durch Incident-Management-Prozesse ihre Resilienz gegen Cyberangriffe erhöhen.

Svenja Mischur erläutert warum ein strukturiertes Vorgehen und der Aufbau belastbarer Prozesse für Unternehmen entscheidend sind: “Cyber-Resilienz entsteht, wenn Erkenntnisse aus Sicherheitsvorfällen systematisch ausgewertet und in präventive Maßnahmen überführt werden. Aus diesem Verständnis heraus abgeleitet ist das Engagement für den Aufbau von Wissen und Strukturen im Bereich Incident Management und Cyber-Resilienz.”

Neben den technischen Dimensionen beleuchtet der Podcast insbesondere den Faktor Mensch. Nur wenn Verantwortliche in Unternehmen Prozesse verstehen, Prioritäten setzen und Maßnahmen konsequent umsetzen, lassen sich Risiken langfristig reduzieren.

Der TeleTrusT-Podcast liefert praxisorientierte Tipps für Unternehmen jeder Größe – von der Bestandsaufnahme der IT-Infrastruktur über die Priorisierung von Sicherheitsmaßnahmen bis hin zur Umsetzung strategischer Roadmaps für eine widerstandsfähige IT-Sicherheitslandschaft.